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Leserbrief zum Artikel "Erholung im Funkloch"

Leserbrief von Dr. Niels Böhling am 7.05.2020 im Teckboten

 Südwestpresse und Teckbote überzeugen in letzter Zeit mit wirklich lesenswerten Beiträgen: Antje Berg zu den Grundrechten in einer „Coronoia“, Hajo Schumacher mit seiner Kolumne „Netzentdecker“, und jetzt Petra Walheim zum Thema Mobilfunk. Insbesondere Walheims Beitrag ist kritischer, und sehr mutiger, Journalismus,den man sich wünscht.Auf Menschen, die auf Mobilfunkeinschließlich 5G und künftigen„Smart“ cities gesundheitlich reagieren, wird keine Rücksichtgenommen. Dabei gibt es einen „Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte“. Wo sollen diese Menschen leben oder gesund werden, wie teilhaben? Wie oft sollen sie umziehen? Sie brauchen die „Funklöcher“.Außer Befindlichkeitsstörungen und neurologischen Erkrankun-gen, hat elektromagnetische Strahlung aber noch viel mehr Potential. Das ahnen vielleichtdiejenigen, die nahe Mobil-funksendeanlagen wohnen. Diese Anlagen werden ständig ausgebaut und die Industrie rühmt sich schamlos, Wohnungen besserzu „versorgen“, stärker zu ver-strahlen.Schwache elektromagnetische Strahlung kann die so wichtigenKalzium-Kanäle in den Zellmembranen öffnen und so Lebenspro-zesse stören. Das weiß man eigentlich seit mindestens 1992, einem Forschungsbericht der Deutschen Bundespost (Kleinheubacher Berichte 35). Da die Arbeiten in Deutsch verfasst wur-den, werden sie heute meist ignoriert. Interessant ist, dass Corona Viren durch die Öffnung von Kalzium-Kanälen sehr profitieren und entsprechende Blocker sich als hilfreich erweisen (Bai et al. 2020, Virology 539:38-48). Wenn Luftverschmutzung eine Rolle spielen kann bezüglich Corona, warum dann nicht die künstliche, elektromagnetische Luftverschmutzung durch zum Beispiel Mobilfunk?! Dr. Niels Böhling, Kirchheim